Claudia Fuhrer

Am 9. Mai 1992 erblickte ich im Spital Frutigen das Licht der Welt. Als ältestes von drei Geschwistern wuchs ich in der schönen Bucht in Spiez auf. Schon früh lernten uns unsere Eltern den liebevollen Umgang mit Tier und Natur. War es auf Wanderungen durch die einheimischen Berge, beim Reisen quer durch Amerika und Kanada oder beim Erledigen von Gartenarbeiten. Wie bei vielen Kindern kam auch bei uns irgendwann der Wunsch, nach einem eigenen Haustier. Und so zogen nach und nach Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Mäuse und eine Katze ein.

Den ersten Kontakt mit Hunden hatte ich mit der Colliehündin meiner Grosseltern. Sie war eine liebe, ruhige aber auch etwas ängstliche Dame. Wenn ich sie streichelte und sie mir ihre Pfote in den Schoss legte und mich mit Ihren braunen Augen ansah, fühlte ich mich mit dem Wesen Hund tief verbunden.

Bei mir wurde der Wunsch nach einem eigenen Hund immer grösser. Jedoch musste ich mir zuerst bewusst werden, was es an Verantwortung heisst, einen Hund zu haben. So kam ich zu meinen drei Gassigeh-Hunden. Zuerst war da Amaril, ein Beagelrüde. Später kamen Leika, eine Mischlingshündin aus Spanien und Bimbo der Pudel einer älteren Dame dazu. Ich liebte es, mit ihnen am See spazieren zu gehen oder im Garten mit ihnen neue Kunststücke zu lernen. Für mich war das Thema eigener Hund aber vorerst auf Eis gelegt.

Meine zweite Leidenschaft war das Reiten. Zuerst fing ich an, Reitstunden zu nehmen, lernte das Voltigieren und das Springreiten. Später absolvierte ich das Brevet.

Im Jahr 2011 kam ich aus der Schule und lernte den schönen Beruf Konditorin- Confiseurin. Nach der Lehre zog ich von zuhause aus in eine WG mit meiner besten Freundin. Wir teilen uns beide die grosse Liebe zu Hunden. Zwei Jahre später zogen die zwei kleinen Chihuahua Geschwister Roxy und Buddy bei uns ein. Buddy war von diesem Zeitpunkt an Mittelpunkt meines Lebens. Er wollte gefördert, erzogen und beschäftigt werden. Zuerst besuchten wir die Welpenschule, danach den SKN und Beschäftigungskurse. Wir absolvierten auch einen Klickerkurs. Dann kam Agility dazu. Bis heute machen wir gemeinsam diesen Sport, wenn auch nicht immer gleich aktiv. Nach einem Jahr Dog Dance sind wir jetzt im Nadac, was uns beiden sehr viel Spass macht.

Vor zwei Jahren hat der junge Wirbelwind Charo unser Rudel erweitert. Ein energiegeladener Bordercollie, der gerne seine Grenzen austestet. Für ihn galt ich gegen den Rest der Welt. Lange hatten wir Mühe uns aufeinander einzulassen, war es im Alltag oder auch im Agility. Heute weiss ich, dass er der

beste Lehrmeister ist, mir Geduld und Ruhe beizubringen. Mit dieser Erkenntnis beginnen auch unsere Zahnräder langsam ineinander zu greifen.

Im Jahr 2017 durfte ich die Agility Trainer Ausbildung machen. Nach einem Begleitjahr bei Caro habe ich dieses Jahr meinen ersten Einsteigerkurs übernommen.

Ich möchte mich beim Agility-Point ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung bedanken.