Lucia Studer

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Am 23.06.1977 erblickte ich im Kantonsspital Schaffhausen das Licht der Welt und verbrachte danach die ersten 20 Jahre auf dem elterlichen Bauernhof im schönen Thurgau.

Tiere gehören von Anfang an zu meinem Leben. Kühe, Schweine, Katzen und immer einen Hund hatten wir auf dem Bauernhof. Meine Lieblingsbeschäftigung war, die Kälber auszuführen. Ich machte mit ihnen auf der angrenzenden Wiese Spaziergänge. Dabei begleiteten mich immer unsere Hofhunde.

Als ich meine Ausbildung als kfm. Angestellte beendet hatte, wollte ich irgendetwas machen, was nicht alltäglich war. So entschloss ich mich mit 22 Jahren die Rekrutenschule (RS) als Hundeführer zu absolvieren. Dort bekam ich dann meinen ersten eigenen Hund. Einen Malinois mit dem Namen „Endy“. Bevor ich „Endy“ in den Händen hielt, wusste ich nicht einmal, dass es diese Rasse überhaupt gibt…

„Endy“ forderte alles von mir, da ich „keine“ Hunde- und/oder Rassenkenntnisse hatte. Nach der RS trainierte ich mit „Endy“ bis zu vier Mal die Woche, um das Mädel in den Griff zu bekommen. Sie war für mich ein guter Lehrmeister. Die Powermaus kam 2003 bei einem tragischen Unfall ums Leben.

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Endy van de Vroomshoeve

 

So war mein Leben von einer Minute zur Anderen leer. Ich war mir aber sicher, dass ich wieder einen Hund wollte. So kam es, dass „Vinny“, wieder ein Malinois, im August 2003 zu mir kam. Sie war auch eine Power-Maus, hatte aber keine grosse Lust zu arbeiten. Sie wollte einfach dabei sein. So durfte sie mich als Familienhund ihr ganzes Leben begleiten. Nach kurzer Krankheit musste ich „Vinny“ im Mai 2014 über die Regenbogenbrücke begleiten.

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Viva zum Chasseralblick dit „Vinny“

 

Da ich unbedingt Hundsport betreiben wollte, wurde mein Rudel mit „Blade“ im Juli 2006 ergänzt. Mein Herzens Hund, er verkörperte alles, was ich wollte. „Blade“ war hoch sozial und sehr arbeitsfreudig. Mit ihm arbeitete ich von Anfang an in der Sparte Mondioring. Ausgebildet war er bis in die Kat 3, jedoch haben wir nie Prüfungen in der Kat 3 bestritten. „Blade“ hatte schnell herausgefunden, wann Training und wann Prüfung war.

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Blade da Casa Cabral

 

2004 besuchte ich die Polizeischule und wechselte 2008 ins Diensthundewesen und bildete „Blade“ noch komplett in den polizeilichen Arbeiten aus. Dies sind Schutzdienst, Gebäudedurchsuchung, Gegenstandsuche und Fährten. Weiter wurde er noch zum Betäubungsmittelspürhund ausgebildet. In den Einsätzen war er ein verlässlicher und treuer Partner. Leider musste ich ihn im August 2016, kurz nach seiner Pensionierung, schweren Herzens ziehen lassen.

Im 2011 kam „Ace“ in unser Rudel. Sie war nicht geplant und sollte eigentlich nur zum Sozialisieren bei mir einziehen. Ich wollte nie einen DSH und schon gar keine Hündin mehr. Nun hatte ich beides in einem… Da der Züchter keinen geeigneten Käufer fand, übernahm ich sie definitiv mit 6 Monaten. „Ace“ wird heute in der Sparte IPO und Lawinensuchhund ausgebildet und geführt. Weiter steht sie dem Zwinger „vom Haus Iten“ als Zuchthündin zur Verfügung.

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Ace vom Haus Iten

Damit ich bei der Polizei einen nahtlosen Übergang der Einsatzhunde gewähren konnte, entschied ich mich im 2013 einen Nachfolgehund für „Blade“ zu kaufen. So zog im Dezember 2013 „Hangover“ bei uns ein, eine kleine, powervolle Fellnase. Damals hätte ich nie gedacht, dass es möglich ist einen weiteren Herzens Hund zu bekommen. „Hangover“ ist wieder so einer!

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Hangover vom blauen Mistral

Bei „Hangover“ versuchte ich alles erlernte der letzten 14 Jahre umzusetzen und dabei vorherige Ausbildungsfehler nicht mehr zu machen, die neuen Erkenntnisse in der Hundeausbildung. direkten an zu wenden und das erlernte, aus diversen Weiterbildungen, umzusetzen. Mittlerweilen kann ich behaupten, dass es sehr gut gelungen ist. Ich kann nach 3 Ausbildungsjahren, vor allem Privat und auch bei der Polizei, einen nahezu perfekt ausgebildeten Hund präsentieren, welcher in den Sparten Schutz- und Betäubungsmittelspürhund und unfriedliches Mantrailing einsatzfähig ist. Nun geht es weiter die Grundausbildung zu festigen und das erlernte zu erhalten.

Ab 2015 durfte ich bei der Ausbildung der Diensthunde mitwirken als Milizinstruktorin. Ich bildete dort vor allem meine Einsatzgruppe aus, wie auch unterstützte ich bei den Junghunden.

Da Mantrailing die schwierigste Sparte im Hundesport ist, habe ich mich in den letzten 1.5 Jahren sehr intensiv damit befasst. Bei wöchentlichen Training bei Mantrailing Zürich, wie auch bei Seminaren bei Mark Brown und Alun Williams habe ich mein jetziges Wissen erlangt.

 

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Mit dem Umzug ins Berner Oberland im Frühling 2017 musste ich neue Trainingsmöglichkeiten suchen. Mit beiden Hunden arbeite ich in den genannten Sparten weiter. Gerne will ich mein Wissen weitervermitteln und so bin ich zum Agility Point gestossen. Nun versuche ich meine Freude und Passion mit den Hunden zu arbeiten, weiter zu geben und mein Wissen zu vermitteln.

 

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Danke Caro für Dein Vertrauen, dass ich mit Euch im Agility Point mitwirken darf.

Ach übrigens, in Zukunft muss wohl genügend Schokolade auf Platz sein, wenn Petra und ich anwesend sind! :-) :-) :-)